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Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der BlitzFast UG (haftungsbeschränkt), Jägerstrasse 20, 78054 Villingen-Schwenningen, Deutschland („Anbieter“) und seinen Kunden über die Dienstleistung „Anzeigen-Automation“.
  2. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer, nicht an Verbraucher.
  3. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen in Textform zustimmt.

2. Leistung

  1. Der Anbieter stellt auf Grundlage eines vom Kunden bereitgestellten Produkt-Feeds Anzeigen des Kunden auf tutti.ch und/oder kleinanzeigen.de ein, aktualisiert sie und löscht sie. Der Abgleich mit dem Feed erfolgt in der Regel täglich.
  2. Umfang, Portale, Anzahl der Konten und Preis ergeben sich aus dem Angebot des Anbieters.
  3. Die Portale bieten für diese Leistung keine offizielle Schnittstelle an. Der Anbieter ist kein Partner der Portale. Er schuldet die sorgfältige Ausführung der Leistung, aber keinen bestimmten Erfolg – insbesondere keine Freischaltung durch das Portal, keine Reichweite und keine Verkäufe.

3. Handeln im Konto des Kunden; Maßnahmen der Portale

  1. Der Anbieter handelt im Namen und im Auftrag des Kunden in dessen eigenem Konto auf dem jeweiligen Portal. Inhaber des Kontos und gegenüber dem Portal verantwortlich bleibt der Kunde.
  2. Der Kunde bestätigt, dass er die Nutzungsbedingungen und Regeln der jeweiligen Portale kennt. Ihm ist bekannt, dass die Portale keine offizielle Import-Schnittstelle anbieten und ihre Nutzungsbedingungen automatisierte Zugriffe einschränken.
  3. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung und keine Haftung für Maßnahmen, die ein Portal gegen das Konto des Kunden ergreift – insbesondere das Löschen von Anzeigen, das Sperren oder Einschränken des Kontos und das Festlegen von Limits – sowie für Folgen solcher Maßnahmen wie entgangene Umsätze. Dies gilt nicht, soweit der Anbieter die Maßnahme vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.
  4. Wie schnell neue Anzeigen eingestellt werden (Ramp-up), Tageslimits, Pausen und Zeitfenster legt der Anbieter nach eigenem Ermessen fest, um das Risiko für das Konto gering zu halten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Anzahl veröffentlichter Anzeigen pro Tag besteht nicht. Bei Anzeichen für Probleme – etwa Captchas oder zusätzliche Login-Prüfungen – darf der Anbieter die Ausführung anhalten und informiert den Kunden.
  5. Soweit der Anbieter dabei personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, geschieht dies auf Grundlage eines gesonderten Vertrags über die Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO bzw. Art. 9 DSG).

4. Mitwirkung des Kunden

  1. Der Kunde stellt einen abrufbaren Produkt-Feed bereit und informiert den Anbieter über Änderungen an Aufbau oder Adresse des Feeds.
  2. Der Kunde stellt die Zugangsdaten zu seinem Portal-Konto bereit und teilt Änderungen (z. B. neues Passwort, Zwei-Faktor-Anmeldung) unverzüglich mit.
  3. Für die Inhalte der Anzeigen – Texte, Bilder, Preise und Pflichtangaben – ist der Kunde verantwortlich. Er versichert, die nötigen Rechte daran zu haben.
  4. Die Kosten des Portal-Kontos (z. B. tuttiPRO oder ein Geschäftskonto bei kleinanzeigen.de) trägt der Kunde.

5. Preise und Zahlung

  1. Die Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Angebot des Anbieters (monatlicher Betrag). Die Einrichtung ist inklusive.
  2. Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.
  3. Der Anbieter stellt die Vergütung monatlich im Voraus in Rechnung. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zahlbar.

6. Laufzeit und Kündigung

  1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist von beiden Seiten mit einer Frist bis zum Ende des jeweiligen Kalendermonats kündbar. Die Kündigung bedarf der Textform; eine E-Mail genügt.
  2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  3. Nach Vertragsende greift der Anbieter nicht mehr auf das Portal-Konto des Kunden zu und löscht die hinterlegten Zugangsdaten.

7. Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens auf die Vergütung der letzten zwölf Monate.
  3. Ziffer 3 (Maßnahmen der Portale) bleibt unberührt.

8. Vertraulichkeit

Der Anbieter speichert Zugangsdaten verschlüsselt und nutzt sie ausschließlich zur Erbringung der Leistung. Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite vertraulich.

9. Nutzung durch Wettbewerber und Reverse Engineering

  1. Diese Ziffer gilt für die Nutzung des Dienstes nach Vertragsschluss (Registrierung). Dienst ist die Leistung nach Ziffer 2 einschließlich aller Oberflächen, Schnittstellen und Ergebnisse. Nicht erfasst sind das Lesen der öffentlichen Website des Anbieters sowie der Vergleich öffentlich einsehbarer Preise und Leistungsbeschreibungen.
  2. Nutzung zu Wettbewerbszwecken ist jede Nutzung des Dienstes, die darauf gerichtet ist, ein mit dem Dienst konkurrierendes Produkt oder eine konkurrierende Dienstleistung zu entwickeln, zu verbessern, zu vermarkten oder anzubieten. Dazu zählen insbesondere Benchmarking, die Analyse von Funktionen und Abläufen, der Nachbau des Dienstes oder einzelner Bestandteile, Reverse Engineering sowie das systematische Auslesen oder Abfragen von Ergebnissen, Daten oder Schnittstellen des Dienstes. Die bestimmungsgemäße Nutzung für die eigenen Anzeigen des Kunden ist keine Nutzung zu Wettbewerbszwecken.
  3. Unternehmen, die ein mit dem Dienst konkurrierendes Produkt anbieten oder entwickeln, sowie deren Mitarbeitern, Beauftragten und verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG) ist die Nutzung des Dienstes zu Wettbewerbszwecken untersagt. Das gilt auch für eine Nutzung über Dritte oder über Konten Dritter.
  4. Der Kunde versichert bei Vertragsschluss (Registrierung), dass er den Dienst nicht zu Wettbewerbszwecken nutzt und nicht für ein Unternehmen nach Absatz 3 handelt. Ändert sich dies während der Vertragslaufzeit, teilt er es dem Anbieter unverzüglich in Textform mit.
  5. Allen Kunden – auch solchen, die keine Wettbewerber sind – ist es untersagt, den Dienst, seine Software, Abläufe und Schnittstellen zurückzuentwickeln, zu dekompilieren, zu disassemblieren oder auf andere Weise Aufbau, Funktionsweise oder Quellcode zu ermitteln (Reverse Engineering). Das Reverse Engineering nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 GeschGehG wird damit vertraglich ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt, insbesondere die Dekompilierung zur Herstellung der Interoperabilität nach § 69e UrhG und das Beobachten, Untersuchen und Testen nach § 69d Abs. 3 UrhG.
  6. Verstößt der Kunde gegen die Absätze 3 bis 5 oder ist seine Versicherung nach Absatz 4 unrichtig, darf der Anbieter den Zugang zum Dienst sofort sperren und den Vertrag außerordentlich kündigen. Schadensersatz und sonstige Ansprüche bleiben vorbehalten.
  7. Für jeden schuldhaften Verstoß gegen die Absätze 3 bis 5 verpflichtet sich der Kunde zur Zahlung einer Vertragsstrafe in angemessener Höhe, die der Anbieter nach billigem Ermessen festsetzt und die im Streitfall vom zuständigen Gericht überprüft wird (§ 315 BGB). Die Vertragsstrafe wird auf einen Schadensersatzanspruch aus demselben Verstoß angerechnet.

10. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit zulässig, Konstanz, Deutschland. Der Anbieter darf auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden klagen.
  3. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
  4. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Stand: 22. Oktober 2026